Kabbala Grundlagen – Säulen des Lebensbaums

Kabbala Grundlagen – Säulen des Lebensbaums

Kabbala Grundlagen – Die drei Säulen des Lebensbaums der Kabbala

Kabbala Säule Lebensbaum
Kabbala Säule Lebensbaum

Die drei Säulen der Kabbala gliedern den Lebensbaum der Kabbalah in drei Bereiche. Jachin, die weiße Säule rechts, ist mit dem hebräischen Buchstaben Jod bezeichnet, der für die schöpferische Ich-Kraft der Elohim steht, aus der auch unser eigenes Ich entsprungen ist. Sie steht zugleich für das männliche Prinzip. Boas, die schwarze Säule links, ist mit einem Beth gekennzeichnet. Es ist die formgebende Gestaltungskraft. Sie steht für das weibliche Prinzip. Die mittlere, vermittelnde Säule ist die Säule der Milde und harmonisiert die rechte und die linke Säule.

Die maskuline rechte Säule symbolisiert das Prinzip des Gebens und des Selbstbewusstseins, welche eine ganz andere Ausdruckskraft hat wie die feminine linke Säule. Diese steht für das Prinzip des Empfangens und des Unterbewusstseins. Die mittlere Säule stellt das versöhnende Prinzip und das Überbewusstsein dar. Daraus resultiert das Ergebnis des Sohns, Adam Kadmon, die Vereinigung der Polarität.

Die Kunst der praktischen Anwendung der Kabbala dabei ist, das Mittelmaß zwischen Gnade (rechte Säule) und Strenge (linke Säule) zu finden. Bevor wir aber die Harmonie bzw. das Mittelmaß finden, müssen wir die gegensätzlichen Pole kennen lernen um allumfassend zu werden. Wir müssen erfahren wie es ist zu leiden, wir müssen erfahren wie es ist krank zu sein, wir müssen erfahren wie es ist bösartig zu sein. Wir müssen das Ergebnis unserer Taten sehen und leiden, um daraus zu lernen und nicht aufzugeben.

Sobald uns schmerzliche Lebenserfahrungen und Herausforderungen begegnen, haben wir die Stufe erreicht um uns zu verändern und zu wachsen. Wir lernen dadurch frei von Bindungen zu werden. Wir können dann mit Ketten durch die Welt gehen und wahrnehmen, dass wir uns jederzeit von diesen Ketten lösen können. Dies bedingt, dass wir uns nicht mehr mit unseren niederen Aspekten wie unseren Gefühlen, Emotionen, Gedanken, Körper und unseren Verhaltensmustern identifizieren, sondern unser Vehikel als Werkzeug bewusst nutzen. Ein erster Schritt dies zu verwirklichen ist, dass wir uns auf die Stufe des Beobachters begeben und unterbewusste Prozesse bewusst machen. Dann können wir bewusst entscheiden, was wir denken wollen, ob wir überhaupt denken wollen, wie lange wir denken wollen, was wir fühlen wollen etc.

Das befreit uns von der Knechtschaft. Außerdem ist es sehr wichtig neue Verhaltensmuster in Sprache und Handlung zu integrieren, damit sie sich manifestieren können. Ebenso werden über Meditation Veränderungen bewirkt. Der effektivste und einfachste Weg ist jedoch der rituelle Weg.

Der Impuls jedoch, der uns für Veränderungen und Ganzheit empfänglich und bereit macht kommt von dem einem Urwillen und führt uns zur bewussten Handhabung, Erkennen und Verstehen der Lebenskraft, die hinter aller Schöpfung steht. Die Kabbala bietet uns einen Weg der Freiheit aus der Knechtschaft. Die Kabbala ist ein universelles Werkzeug der Freiheit und Erleuchtung.