Hod – Pracht

Hod – Pracht

Kabbala Mental Philosophie8. Sephirah Hod – Pracht – Das Bewusstsein der Vollkommenheit

Die achte Sephirah Hod, wird in der Kabbala als Bewusstsein des Glanzes oder der Pracht bezeichnet. Hod wird dem Wasserelement zugeordnet und ist auf der linken Seite des kabbalistischen Lebensbaums platziert, polar zu Netzach. Die Gedanken korrespondieren zu den drei Aggregatzuständen des Wassers. Ebenso ist Hod der Pfad der zeremoniellen Magie und der praktischen Kabbalah.

Zudem ist Hod die Sphäre der Hermetik und entspricht in der Mythologie Hermes dem Götterboten oder Merkur. Da der Planet Merkur astronomisch der Sonne am nächsten ist, gibt es eine Wechselbeziehung zwischen Hod (Merkur) und Tiphareth (Sonne). Das Licht von Tiphareth spiegelt sich in Yesod.
Die Triade der Persönlichkeit setzt sich aus Netzach, Hod und Yesod zusammen.

Hod entspricht der Mentalsphäre und ist das Zentrum der Sprache, der Kommunikation, der Ratio und des Intellekts. Die Tugend von Hod ist die Wahrhaftigkeit, die Laster sind die Falschheit und die Unehrlichkeit. Die Farbe von Hod in unserer speziellen Farbskala ist orange.

In der heutigen Zeit wird der Intellekt oft überbetont und überbewertet. Durch die Fähigkeit der Wissensansammlung wird der Intellekt oft falsch konditioniert und lässt den Menschen zu Sklaven des Intellekts werden. Alles muss mit dem Ratio erklärt werden können und für alles muss es einen sicht-, mess- und greifbaren Beweis geben. Wird der Verstand jedoch überbetont, kann das auf Dauer zu emotionaler Armut führen. Werden die Gefühle vom Verstand versklavt treten nicht selten gesundheitliche psychische Probleme auf. Die Gefühlsphäre steht im Lebensbaum jedoch eine Stufe über dem Verstand, da sich Netzach chronologisch vor Hod befindet, obwohl sich beide Sphären auf gleicher Höhe gegenüberstehen.

Unser Schulsystem ist derzeit auf intellektuelle Schulung ausgerichtet und vergisst dabei die emotionale Schulung, die weitaus wichtiger wäre. Des Weiteren versorgt die Medienwelt täglich alle Altersklassen hindurch mit Hiobsbotschaften und sonstigen destruktiven Informationen. Unser Unterbewusstsein nimmt bereitwillig alle Informationen auf, mit denen es gespeist wird. Schenken wir bestimmten Gedanken und Bildern besondere Aufmerksamkeit, so erleben wir sie dementsprechend in der manifestierten Welt. Durch Hod lernen wird zu unterscheiden und sortieren die Bilder aus. Eine wesentliche Übung in Hod ist die bewusste Wahl der inneren Bilder und Gedanken. Die Ursache der Bilder liegt jedoch in Tiphareth, der „Bildschaffenden Kraft“. Diese Bilder spiegeln sich im unterbewussten Meer.

Das Abwenden von Gott und der Mangel an Intelligenz lässt den Menschen seine Werkzeuge destruktiv nutzen. Er programmiert seinen Computer mit Schicksalsschlägen, Trennung und Sklaverei.

Erst wenn Gott ein regulärer Bestandteil des Denkens ist, ist der Verstand zu Gott hingewendet, dann wird er in seine höheren Fähigkeiten transzendiert. Davor dominieren Überheblichkeit und die falsche Identifikation in den wesentlichen Lebensbereichen.
Die Unendlichkeit Gottes ist zu unermesslich, um mit dem begrenzten Intellekt des Einzelnen verstanden zu werden.