Kether – Das Bewusstsein des Wundervollen

Kether – Das Bewusstsein des Wundervollen

Kether Urwirbel Kabbala1. Sephirah Kether – Krone – Das Bewusstsein des Wundervollen

Kether stellt im Lebensbaum die höchste Sephirah dar. Übersetzt bedeutet Kether Krone. Das grenzenlose Licht, welches ein Schleier hinter Kether ist hat sich in einem Zentrum verdichtet. Damit es sich verdichten konnte war eine Absicht notwendig. Der Absicht folgt die Aufmerksamkeit und dadurch wurde Kether ermöglicht. Aus kabbalistischer Sicht gilt Kether als das Ziel der spirituellen Suche. Kether wird als reines göttliches Sein, verstanden. Die Sephirah Kether stellt „das Verborgene alles Verborgenen“, das sich menschlichem Begreifen vollständig entzieht, dar.

Im Lebensbaum steht Kether mit beiden ihr folgenden Sephiroth Chockmah und Binah an der Spitze eines Dreiecks. Diese Triade wird in ihrer Gesamtheit als Aziluth (archetypische Welt „Vornehmheit, Erhabenheit, Feuer“) bezeichnet. Kether repräsentiert das höchste Element Aziluths, der ersten kabbalistischen und vollkommen spirituellen Weltvorstellung dreier weiterer kabbalistischer Weltebenen, die mit „Briah“ (schöpferische Welt), „Jetzirah“ (formgebende Welt) und „Assiah“ (materielle Welt) bezeichnet werden.

Das ICH BIN, das grenzenlose Licht, welches hinter Kether ist, ist die erste Bewegung um die sich alles wie ein Rad rundherum dreht und in dem in der Mitte die Spirale still steht.

Malkuth ist die entgegengesetzte Form von Kether. Kether ist die Ursache und der Ursprung der Schöpfung. Malkuth ist manifestierte Schöpfung. Kether beinhaltet Anfang und Ende, Alpha und Omega oder Aleph und Tav. Hebräische Buchstaben sind Buchstaben, aus denen die Schöpfung besteht. Der schöpferische Prozess beginnt mit dem Buchstaben Beth. Beth hat mit konzentrierter Aufmerksamkeit zu tun. Buchstaben haben einen Bezug zu Zahlen. Zahlen sind die Idee des Ausdrucks z.B. einer Sephirah. Kether ist die Zahl 1 zugewiesen, welche für die Einheit, den Ursprung, die Absicht des ganzen Lebens und der Absicht der Schöpfung steht.

Es gibt vier kabbalistische Welten und darüber noch eine fünfte, die des archetypischen Menschen, Adam Kadmon.

Aus den höheren spirituellen Welten gehen die materiellen Welten hervor. Adam Kadmon ist der Schöpfer der Manifestation. Die Zahl 1 entspricht ebenso im Tarot dem Magier, welcher für Konzentration steht. Durch konzentrierte Aufmerksamkeit entsteht Manifestation.

Von Kether gehen drei Pfade aus, und zwar ein Pfad geht zum göttlichen Vater, der andere zur göttlichen Mutter, der dritte zum göttlichen Sohn. Die spirituelle Familie geht aus Kether als gleichzeitiger Schöpfungsakt hervor. Binah, Chokmah und Tipharet symbolisieren die Dreieinigkeit.

Ziel der Schöpfung ist es das Gute und das Geben hervorzubringen. Der Schöpfer gibt unentwegt und braucht deshalb ein Gefäß, das empfangen kann. Der Mensch ist ein solches Gefäß, denn Gottes Gunst kann nur ausgedrückt werden, wenn etwas vorhanden ist, das Seine Gunst empfangen kann. Da der Mensch nur für sich alleine Genuss erleben wollte, ist er aus dem Garten Eden gefallen. Das ist der Beginn des Eigennutzens. Die Aufgabe des Menschen ist es wieder bewusst Geben zu lernen, damit er wieder ins verlorene Paradies zurück darf.

Täglich finden Kämpfe zwischen den lichtvollen und dunklen Kräften statt, die es zu meistern gilt. Jeder unerwachte Mensch ist auf Eigennutz ausgerichtet. Je mehr sich der Mensch von den üblen Kräften beherrschen lässt, desto leidvoller werden seine Erfahrungen, die darauf folgen. Durch Leid lernt der Mensch jedoch am schnellsten, da Leid in Wirklichkeit höherer Segen ist. Leid lässt uns demütig werden und uns erkennen, dass Gott die Quelle unseres Lebens ist.